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FSME

Frühsommer-Meningoenzephalitis, abgekürzt FSME, ist die gefährlichste von Zecken übertragene Krankheit. Oftmals ist sie auch als TBE oder Encephalitis bekannt. Das Krankheitsbild wird durch den FSME-Virus hervorgerufen und weist Grippeähnliche Symptome auf. Im allgemeinen unterscheidet man zwischen der Virusenzephalitis und der Mitteleuropäischen Enzephalitis wobei beide durch Zecken übertragen werden. Wenn nach der Diagnose nicht behandelt wird, kann die Meningoenzephalitis lebensgefährliche Folgen haben. Nicht zwingend muss ein Mensch der mit FSME Viren in Kontakt gekommen ist, auch krank werden.

Prävention u. Häufigkeit

Die einzige Präventionsmöglichkeit ist eine Impfung, die oftmals von Ihrem Hausarzt empfohlen wird, falls Sie sich länger in einem Risikogebiet aufhalten. FSME Erkrankungen sind in Deutschland meldepflichtig. In Risikogebieten liegt der Anteil der FSME-infizierten Zecken bei etwa 0,1 % bis 5 %. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Während die FSME in Deutschland nur in bestimmten Risikogebieten auftritt, ist bei der Borreliose von einer Infektionsgefährdung in allen Landesteilen auszugehen.

Im Jahr 2004 wurden insgesamt 274, im Jahr 2005 432 und 2006 546 Fälle gemeldet. Im Jahr 2007 war mit 238 Fällen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. In der Schweiz erkranken pro Jahr etwa 100 Personen an FSME, wobei 2005 (204 Fälle) und 2006 (249 Fälle) ein starker Anstieg zu verzeichnen war.

In Österreich gab es zwischen 1999 und 2004, 41 bis 82 FSME-Erkrankungen, 2005 stieg die Zahl auf 100 Erkrankungen mit drei Todesfällen. Österreich gilt als ein Kernland der FSME-Virusverbreitung in Europa.

Die meisten Erkrankungen gab es 2005 in der Steiermark, Oberösterreich und Tirol, jedoch gab es in allen Bundesländern bereits FSME-Fälle. Die Hochrisikogebiete befinden sich entlang der Donau in Wien, in der Wachau, im Gebiet von St. Pölten sowie zwischen Passau und Linz. Auch große Teile des Burgenlandes, Kärntens und der Steiermark sowie das Tiroler Inntal sind Gebiete mit hohem Risiko. Trotz der weiten Verbreitung erkranken verhältnismäßig wenig Personen an FSME, dank einer Impfrate von rund 90%.

Als Hochrisikogebiete gilt der Schwarzwald in Südbaden, der südhessische Odenwald, die Bergstraße sowie die Region um Passau. Insgesamt sind derzeit 33 Land- oder Stadtkreise in Deutschland zu FSME-Risikogebieten erklärt. In der Schweiz finden sich Risikogebiete in den nördlichen Landesteilen, am häufigsten im Kanton Zürich, gefolgt von Thurgau, St. Gallen, Aargau, Bern und Zug.

Nur etwa 10–30 % der Infizierten zeigen Symptome, bei den restlichen verläuft die Krankheit ohne, dass die Person große Beschwerden zu vermelden hat. Zwei bis 20 Tage nach der Infektion treten meist grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf.

Ein bis 2% der Patienten, bei denen das Virus das zentrale Nervensystem befällt, versterben.

Impfung

Nach einer überstandenen Infektion besteht eine lebenslange Immunität, auch gegen die anderen Typen des FSME-Virus. Der Impfstoff gegen FSME ist sehr effektiv. Bei einer Untersuchung in Österreich wurde die Wirksamkeit nach der Impfung (bestehend aus drei Impfungsschritten) auf 96–99 % geschätzt. Die Meinungen zur Verträglichkeit der Impfstoffe sind geteilt. Als Nebenwirkung treten lokale Hautreaktionen auf. Weitere Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Sehstörungen, Schüttelfrost, Nesselsucht, Nervenentzündungen, entzündliche Reaktionen des Gehirns sowie Muskel- und Gelenkschmerzen sein.

Das Risiko eines Zeckenbisses und damit einer eventuellen FSME Erkrankung kann durch das Tragen von langer Kleidung, das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz und durch das zeitnahe Absuchen des Körpers nach Zecken und deren sofortigen Entfernung am besten vorgebeugt werden. Es wird allgemein eine Impfung für besonders gefährdete Menschen (und Berufsgruppen) empfohlen. Eine Impfung während der Schwangerschaft ist umstritten und zulässig sofern über die potentiellen Risiken aufgeklärt und nachgedacht wurde. Erfahrungen zur Impfung von schwangeren Frauen liegen nicht vor.

Die meist verwendeten und derzeitigen Impfstoffe werden seit 2002 von Baxter mit dem Namen FSME-Immun und von Novartis mit dem Namen Encepur jeweils in einer Kinderdossierung und Erwachsenendossierung vertrieben.

FSME bei Tieren, besonders bei Haushunden gibt es gelegentlich, wo Fieber, Bewusstseinstrübung, Lähmungen und Ausfällen der Hirnnerven auftreten können. Meistens reagieren Hunde jedoch nicht sonderlich stark auf FSME Vieren.

Folgende Symptome sind charakteristisch für die Frühsommer-Meningoenzephalitis:

  • Fieber
  • Schwindelanfälle
  • Kopfschmerzen
  • Lustlosigkeit
  • Bewusstseinsstörung
  • Lähmung (Im fortgeschrittenen Stadium)

WICHTIG: Die daraus resultierende Entzündung des Gehirns sowie eine mögliche Hirnhautentzündung ist lebensbedrohlich. Wenn eine Hirnhautentzündung nicht auszuschließen ist, sollte umgehend ein zuständiger Arzt konsultiert werden. Nach der Diagnose muss die Person umgehend in ärztliche Obhut gebracht werden.

  
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